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<item rdf:about="http://unzustand.net/archives/109-guid.html">
    <title>Neue Apartheid?</title>
    <link>http://unzustand.net/archives/109-Neue-Apartheid.html</link>
    <description>
    &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;In Südafrika kam es in den letzten Wochen vermehrt zu Ausschreitungen gegen Ausländer. Bilder von brennenden Simbabwern geistern durch die Medien. Sie sind es, die die Wut der Südafrikaner am meisten zu spüren bekommen. Aber auch Somali, Pakistani und überhaupt jeder dessen Aussehen nicht &amp;quot;typisch&amp;quot; Südafrikanisch ist, werden Opfer der Gewalt. Es geht soweit, dass Beobachter von einer neuen Apartheid sprechen. Dabei genügt ein flüchtiger Blick, um zu erkennen, dass davon keine Rede sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;!-- s9ymdb:69 --&gt;&lt;img width=&quot;300&quot; height=&quot;188&quot; src=&quot;http://unzustand.net/uploads/01020118352100.serendipityThumb.jpg&quot; style=&quot;border: 0px none ; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Südafrika wird immer als der Vorzeigestaat im Afrika porträtiert. Eine erfolgreiche &amp;quot;Regenbogennation&amp;quot;, die von EU und UNO zu der sog. ersten Welt gezählt wird. Nichtsdestotrotz ist Südafrika ein Land voller Menschen, die in prekären sozialen Verhältnissen, Arm und ohne Arbeit leben. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Arbeitslosigkeit betrug im Dezember 2006 27%. In den Townships dürften es über 40% sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausländerfeindlichkeit ist ein Problem, das Südafrika schon länger hat, die Zunahme der Gewalt im Mai 08 ist aber eine bisher nicht da gewesene. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Keine 20 Jahre nach dem Ende der Apartheid, so ist man versucht zu sagen, werden die Unterdrückten selber zu Unterdrückern. Dieser Vergleich ist aber so falsch wie ahistorisch. Die Apartheid war das System einer bourgeoisen Klasse - der weissen Minderheit - mit dem Zweck ihr Eigentum und Reichtum gegen die schwarze Mehrheit zu verteidigen. Die aktuellen Geschehnisse haben ein gänzlich anderes Wesen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;It&#039;s the economy, stupid&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun ist der Hass gegen Ausländer laut verschiedenen Blogberichten nichts neues. Die öffentliche Meinung ist die gleiche wie sie hier in Europa nur zu bekannt ist: Ausländer seien schuld an Jobverlust, Kriminalität und Wohnungsnot. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass diese Xenophobie durch jahrelange Arbeitslosigkeit und einem Leben in Townships vor Städten die so reich aussehen in Gewalt mündet, wenn gleichzeitig die Lebensmittelpreise explodieren, sollte nicht weiter verwundern. Die Ausschreitungen darf man dadurch keinesfalls entschuldigen, man kann sie aber besser verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die vorwiegend jungen Menschen, die auf die Strasse gehen, sind in der Geschichte schliesslich nicht die Ersten, die ihre schlimme Situation an Menschen auslassen, denen es nicht besser geht. Auch wenn verschiedene Gruppen in Südafrika auf den menschenverachtenden Kapitalismus verweisen, so ist doch noch ein langer Weg, bis sich diese Einsicht bei den Randalierenden verbreitet. Wer Hunger hat, dem ist schliesslich nicht nach komplizierten Erklärungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn also der Apartheid-Vergleich gezogen wird, oder von der Regierung mit mehr Polizei gedroht wird (die Ausländer auch nicht wie Menschen behandelt), dann macht das die Situation nur schlimmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jahrelange Armut trifft auf Lebensmittelkrise.&lt;br /&gt;
Es braucht kein Genie um zu erkennen, dass das zu massivsten Problem führen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wer nun glaubt, dass eine neue Krise des Kapitalismus zu seiner Aufhebung führen kann, dem sei hiermit ein erster Gegenbeweis unterbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Quellen&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Dank geht an dieser Stelle an die Leute von &lt;a href=&quot;http://www.blacklooks.org/&quot;&gt;BlackLooks&lt;/a&gt;, die wie immer gute Analysen und Hintergrundinformationen zu den Geschehnissen in Afrika zur Verfügung stellen. Mein Post hier ist nur Zusammenfassung und Übersetzung mehrerer dort geposteter und gelinkert Blogbeiträge.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt; 
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    <dc:publisher>Unzustand</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Der letzte Prolet)</dc:creator>
    <dc:subject>
    Politisches, </dc:subject>
    <dc:date>2008-05-20T11:26:01Z</dc:date>
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<item rdf:about="http://unzustand.net/archives/108-guid.html">
    <title>Tod den Emos</title>
    <link>http://unzustand.net/archives/108-Tod-den-Emos.html</link>
    <description>
    &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Es gibt Tage da reibt man sich ob der Ereignisse in dieser Welt die Augen und fragt sich ob man in einem verrückten Roman eines betrunkenen Clowns gelandet ist, der seine Acid-Visionen auf Papier bringt. Heute ist so ein Tag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Mexiko bilden sich dieser Tage spontan Mobs, die Emo-Kids suchen, finden und verprügeln. Die Emos ihrerseits demonstrieren für den Schutz ihrer &amp;quot;Minderheit&amp;quot;. Die Presse stellt sich auf die Seite der Emos, was den Mob erst recht in Rage bringt, weil Emo als Mainstream-Genre damit scheinbar vom Kommerz unterstützt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;What - ich mein - WHAT THE FUCK!?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hier ein Video aus den mexikanischen Nachrichten. Keine Ahnung was gesagt wird, aber die Bilder sprechen Bände:&lt;/p&gt;&lt;p /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/v/fJPeffMSzVA&quot; class=&quot;abp-objtab-06877054458674564 visible ontop&quot; title=&quot;Klicken Sie hier, um dieses Objekt mit Adblock Plus zu blockieren&quot; style=&quot;left: 0px ! important; top: 0px ! important;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;embed width=&quot;425&quot; height=&quot;355&quot; wmode=&quot;transparent&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/v/fJPeffMSzVA&quot; /&gt;&lt;p /&gt;&lt;p /&gt;&lt;p&gt;Dass Emos nicht sonderlich beliebt sind, war mir klar. Dass alle ein Problem mit dieser Szene haben kann ich mir noch dadurch erklären, dass Emos tendenziell metrosexuell aussehen, viel über ihre Gefühle reden und manchmal Musik hören die inhaltlich so süss ist, dass Mariah Carey im Kontrast wie Metalgrindcore klingt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass das aneckt macht Sinn, wenn man sich die Reihen der Emogegner ansieht:&lt;br /&gt;Skins, Metalheads, Punks &amp;amp; Rockabillys sind am lautesten in Ihrem Hass gegen die pubertierenden Emokids. Sie sind es auch, die in Mexiko rumrennen und den Emos auf die Nase geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum sie das tun und weshalb sich eine grösser werdende Anti-Emo-Welle gegen den angeblichen Mainstream des Emo so explosiv entwickelt ist zur Zeit noch schwierig zu sagen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt Leute die den Startschuss in einer Fernsehsendung sehen, wo ein Moderator Emos zur Sau machte. (Der Moderator sprach sich heute gegen die Gewalt aus).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Andere, krudere Stimmen behaupten, dass die Regierung das Emogenre als Mittel nutzt, eine Generation von Kids hervorzubringen, die unpolitisch und bürgerlich ein Leben ohne Widerrede führen. Der Mob selbst sieht sich angeblich als &amp;quot;reinigende&amp;quot; und politische Bewegung, die Mexiko als zerfallendes Gebilde begreift, dass es durch Aufstände zu retten gilt. &lt;/p&gt;Es kursieren sogar Verschwörungstheorien, die besagen, dass der Aufstand durch die Regierung selbst initiiert wurde, um Sympathien für die Emoszene zu erzeugen, um sie damit zu stärken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An dieser Stelle kann der einleitende Abschnitt nur revidiert werden. Kein Clown auf keiner existierenden Droge könnte sowas erdichten. Wer einen Beweis dafür sucht, dass das Leben die spannensten und obskursten Geschichten schreibt, dem kann gratuliert werden. Beweis gefunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich erwarte ich immer noch, dass jeden Moment jemand hinsteht und diese Geschichte als virale Werbekampagne, genialier Hoax oder falsche Übersetzung einer Agenturmeldung entlarft. Bis dahin sitze ich auf mein Pult, kacke auf die Maus und warte darauf, dass der verrückte Nero mit seiner Geige das allerletzte Lied spielt.&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wer ihn noch nicht kennt: Hier ein älterer Beitrag von mir über eine Emoparty auf der ich mal war:&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://unzustand.net/archives/7-Hippie-Core.html&quot;&gt;http://unzustand.net/archives/7-Hippie-Core.html&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
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    <dc:publisher>Unzustand</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Der letzte Prolet)</dc:creator>
    <dc:subject>
    Politisches, </dc:subject>
    <dc:date>2008-03-26T17:10:17Z</dc:date>
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<item rdf:about="http://unzustand.net/archives/107-guid.html">
    <title>&quot;KZ&quot; in Oberwil</title>
    <link>http://unzustand.net/archives/107-KZ-in-Oberwil.html</link>
    <description>
    &lt;p&gt;&lt;strong&gt;In der Zentralschweiz liegt das malerische Örtchen Oberwil. Viel hat Oberwil nicht zu bieten, deshalb ist es weitgehend unbekannt. Etwas oberhalb der Gemeinde liegt die grösste psychiatrische Klinik der Gegend. Deshalb spricht man regional von Oberwil, wenn man an Leute denkt, die meschugge sind. Nicht mit uns, muss sich die Gemeinde gedacht haben, wir sind doch nicht verrückt!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Rund um den Zugersee ist Oberwil DAS Synonym für &amp;quot;die Klapse&amp;quot;. Jedes Kind versteht den Ausdruck. Der Albtraum jeder Marketingabteilung, hier ist er gegenwärtig. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ganz klar, ein Image-Wechsel muss her, der Gemeinde zu liebe!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Klinikleitung debattierte unzählige Stunden, bis - Heureka! - der neue Name feststand. Aus der Psychiatrischen Klinik Oberwil (PKO) wurde die Psychiatrische Klinik Zugersee (PKZ). Eine neue Corporate Identity wurde erstellt, die Sonne schien und alle waren glücklich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann fingen die Probleme an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es begann damit, dass zum jährlichen Werkstattverkauf niemand erschien, weil jeder glaubte, die neuen Plakate der Klinik Zugersee, seien Plakate einer neuen Klinik. Am Zugersee. Weil es die nicht gab, konnte die auch niemand finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles halb so wild, dachten auch die Angestellten der Klinik. Kennt man uns halt nicht mehr. Tut ja auch niemandem weh. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Witzig wurde es erst, als sich immer mehr empörte Kunden meldeten, weil sie sich masslos über den Namen ärgerten. Es hagelte Beschwerden über MitarbeiterInnen, die das Telefon beantworteten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie sich herausstellt, melden sich die Angestellten am Telefon mit dem Kürzel der Klinik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wo es also vorher hiess&lt;br /&gt;&lt;em&gt;PKO, Station X, Frau Muster&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;hiess es neu&lt;br /&gt;&lt;em&gt;PKZ, Station X, Frau Muster&lt;/em&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unschuldige Worte, müsste man meinen. Schade nur, dass viele Anrufer das &amp;quot;P&amp;quot; zu Beginn nicht wirklich hörten.&lt;br /&gt;Es meldete sich nicht mehr die PKZ, sondern das &amp;quot;KZ&amp;quot;!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das hielten einige für einen ziemlich schlechten Witz. Einige Anrufer waren doch recht verdutzt.&lt;br /&gt;Aber was soll man machen? Kann ja nicht nochmals alles umbenennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So kommt es, dass man heute bei einem Anruf eine atemlos vorgetragene Ansprache hört:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Psychiatrische Klink Zugersee, Station X, Frau Muster&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da Klinikpersonal notorisch wenig zu tun und kaum Anrufe hat, darf der Spitalleitung nur gratuliert werden: &lt;br /&gt;Das ist richtig geiler Bullshit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wäre die Spitalleitung nicht schon dort, wäre man fast genötigt zu sagen:&lt;br /&gt;Ihr Spinner, ihr gehört doch alle nach Oberwil!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;P.S.&lt;br /&gt;Diese Episode hörte ich aus zweiter Hand von einer Person die dort arbeitet. Ich habe keine weiteren Quellen.&lt;br /&gt;Doch wie heisst es so schön: &lt;a href=&quot;http://www.google.de/search?hl=de&amp;q=Si+non+%C3%A8+vero%2C+%C3%A8+ben+trovato&amp;btnG=Suche&amp;meta=&quot;&gt;Si non è vero, è ben trovato&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
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    <dc:publisher>Unzustand</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Der letzte Prolet)</dc:creator>
    <dc:subject>
    Fundgrube, </dc:subject>
    <dc:date>2008-02-12T15:31:34Z</dc:date>
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<item rdf:about="http://unzustand.net/archives/106-guid.html">
    <title>Pornos gegen Vergewaltigungen?</title>
    <link>http://unzustand.net/archives/106-Pornos-gegen-Vergewaltigungen.html</link>
    <description>
    &lt;p&gt;In den USA sorgt die rasante Abnahme von Vergewaltigungen für Diskussionsstoff. Sexuelle Gewalt hat in den letzten 25 Jahren um 85% (sic!) abgenommen. Einige Blogger verweisen darauf, dass sich im gleichen Zeitraum das Internet ausgebreitet und damit die Anzahl verfügbarer Pornographie rapide vervielfacht habe. Pornographie helfe Männern &amp;quot;Druck abzubauen&amp;quot;, wodurch sie sexuelle Gewalt nicht mehr interessiere. Das bestätigt Porno-User und bringt Konservative zur Weissglut.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img style=&quot;BORDER-RIGHT: 0px; PADDING-RIGHT: 5px; BORDER-TOP: 0px; PADDING-LEFT: 5px; BORDER-LEFT: 0px; BORDER-BOTTOM: 0px&quot; height=&quot;220&quot; src=&quot;http://unzustand.net/uploads/rapechart.jpg&quot; width=&quot;304&quot; /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p /&gt;&lt;p&gt;Bei der Frage, ob die Ausbreitung von Pornographie sexuelle Gewalt eindämmt, wird etwas ganz wichtiges vergessen. Pornos sind nicht selten Aufnahmen von Vergewaltigungen. Prominentes Beispiel ist der vielzitierte Film &amp;quot;Deep Throat&amp;quot;, der 1972 in den Mainstream Einzug hielt:&lt;/p&gt;&lt;blockquote dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;MARGIN-RIGHT: 0px&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Linda, etwa 20 Jahre alt, hat sexuelle Probleme. Angeblich hatte sie noch nie einen Orgasmus. Auch ihre Freundin Helen kann nicht weiterhelfen und der von ihr für Linda organisierte Gruppensex befriedigt nur sie selbst. Daraufhin wird Linda zu Dr. Young geschickt, der mittels eines Fernrohrs feststellt, dass Linda keine Klitoris hat – zumindest nicht da, wo andere Frauen sie haben. Er findet den verschollenen Kitzler aber bald darauf in Lindas Kehle, woraufhin sie ihre Erfüllung per Oralsex sucht und auch findet.&lt;/em&gt;(&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Linda_Lovelace&quot;&gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Linda_Lovelace&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Hauptdarstellerin Linda Boreman (aka Linda Lovelace) hat mehrmals Vergewaltigungen am Set durch ihren damaligen Ehemann Chuck Traynor beschrieben, der sie zur Heirat zwang.&lt;/p&gt;&lt;blockquote dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;MARGIN-RIGHT: 0px&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Meine Einführung in die Prostitution war eine Gruppen-Vergewaltigung durch fünf Männer, arrangiert von Mr. Traynor. Es war der Wendepunkt in meinem Leben. Er drohte mich mit der Pistole zu erschiessen, wenn ich nicht mitmachen würde. Ich hatte niemals zuvor Analsex und es riss mich auseinander. Sie behandelten mich wie eine Gummipuppe, sie hoben mich hoch, trugen mich hier hin, dorthin. Sie spreizten meine Beine nach Belieben, pressten ihre Dinger an und in mich, spielten &amp;quot;Reise nach Jerusalem&amp;quot; mit Teilen meines Körpers. Niemals zuvor war ich so ängstlich, geschändet und erniedrigt in meinem Leben. Ich fühlte mich wie Müll. Ich nahm an pornographischen Akten gegen meinen Willen teil, um nicht getötet zu werden...Das Leben meiner Familie war bedroht.&lt;/em&gt;(Linda - frei übersetzt von &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Linda_Lovelace&quot;&gt;http://en.wikipedia.org/wiki/Linda_Lovelace&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Nun gibt meines Wissens keine Zahlen zu Vergewaltigungen in der Porno-Industrie, vielleicht weil die Linie zwischen Vergewaltigung und &amp;quot;Arbeit&amp;quot; in diesem Business eine sehr dünne ist. Ich habe das Buch nicht zur Hand, aber in &amp;quot;Pornified&amp;quot; von Pamela Paul, wird diese Seite der Industrie anhand von Beispielen ausführlich beschrieben. Sex-Arbeit ist prekär und oftmals unmenschlich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Davon ausgehend, kann man sich den Jubel ob dem Rückgang sexueller Gewalt sparen. Denn weder die Porno-Industrie, noch die Prostitution liefern Daten, die zum Interpretieren dieses Rückgangs nötig wären. Wichtige Fragen werden nicht gestellt:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Ab wann ist Sex mit einer Prostituierten eine Vergewaltigung. Bzw. ab wann wird sie als solche statistisch erfasst?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Wieviel mehr Frauen arbeiten in der Zwischenzeit in der Sex-Industrie und wie ist ihre Situation dort?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Ist die Ausbreitung von Pornos ein Ausbreitung von Softcore oder Hardcore-Material?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Ist der Sexismus damit zurückgegangen?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zumindest die letzte Frage muss eindeutig mit Nein beantwortet werden. Die Geschlechter-&amp;quot;Wissenschaft&amp;quot; feiert ein Revival. Die Auffassung von Mann und Frau als vermeintlich eindeutige Geschlechter, die sich gegensätzlich gegenüberstehen, ist weit verbreitet. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich bin kein Statistiker. Aber ich bin doch immer wieder überrascht, wie blind sich viele Menschen an Statistiken wagen, die ein komplexes Feld sind. Die Bullshit Alarm-Glocken müssten hier bei jedem Läuten. Wenn für den Sinkflug der einen Kurve der Steigflug der anderen hinhalten muss, könnte man nicht einfach die Kurve der Klimaerwärumg für alle sinkenden Kurven heranziehen? Vielleicht ist die Klimaerwärumg die Ursache weil.. Vergewaltigungen.. was weiss ich.. passieren weil Männer kalt haben?! Also bitte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist durchaus interessant, dass die sexuelle Gewalt in den USA rückläufig ist. Es macht Sinn, das zu Untersuchen. Ohne Sexismus-Diskussion ist die ganze Chose aber so sinnentleert wie Dialoge in Schmuddelfilmen. Wobei diese Dialoge wenigstens noch zum nächsten Akt überleiten.&lt;/p&gt;&lt;p /&gt; 
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    <dc:publisher>Unzustand</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Der letzte Prolet)</dc:creator>
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    Politisches, </dc:subject>
    <dc:date>2008-01-07T14:03:20Z</dc:date>
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    <title>Verdammte Hippies!</title>
    <link>http://unzustand.net/archives/105-Verdammte-Hippies!.html</link>
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    &lt;p&gt;&lt;img style=&quot;BORDER-RIGHT: 0px; PADDING-RIGHT: 5px; BORDER-TOP: 0px; PADDING-LEFT: 5px; BORDER-LEFT: 0px; BORDER-BOTTOM: 0px&quot; height=&quot;300&quot; src=&quot;http://unzustand.net/uploads/Lichtaus.serendipityThumb.jpg&quot; width=&quot;220&quot; /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Samstag sollen um Punkt 20 Uhr in Deutschland, Österreich und der Schweiz alle Lichter für 5 Minuten ausgeschaltet werden. Diese Aktion ist Pferdedung. Ich mein:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;1.&lt;/strong&gt; WTF?! Das Leben wird nicht besser, die Erde nicht kühler, die Menschheit nicht klüger und der ganze Fuck nicht erträglicher.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;2.&lt;/strong&gt; Strom wird produziert, ob ihn jemand braucht, oder nicht. Wird das Licht für 5 Minuten von sagen wir 1 Million Menschen ausgedreht, hat es ein Überangebot an Strom, der dann einfach billig verkauft wird. Mit diesem billigen Strom können z.B. Staudamm-Kraftwerke Wasser von unten nach oben Pumpen, um damit wieder teureren Strom zu produzieren. Das ist eine Art Investment.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;3.&lt;/strong&gt; Der ökologische Nutzen ist kaum vorhanden. Beim Einschalten braucht eine Glühbirne am meisten Strom und ihr Verschleiss ist am grössten. Dieser Effekt ist eigentlich zu vernachlässigen, doch: Die Masse machts.&lt;/em&gt; &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Korrektur&lt;/strong&gt;: Bei den Kommentaren wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass dies nur bei Neonröhren zutrifft. Ich nehme diesen Punkt deswegen zurück..&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;4.&lt;/strong&gt; Durch ein massives gleichzeitiges Aus- und Einschalten ist es denkbar, dass das europäische Stromnetz an Stabilität verliert. Wahrscheinlich passiert nichts. Wenn aber nur eine Region ausfallen würde, wären die ökologischen Folgen des Ausfalls (Einsatz von Generatoren, Unfälle, Wiederaufnahme der Versorgung) schnell gravierender als der Nutzen. Denn nochmals: Es bringt ja nichts.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;5.&lt;/strong&gt; Warum am Samstag Abend um 8?? Wennschon am montag Morgen das Licht und am besten noch alle Geräte und Computer abschalten. Wir müssen nicht krüppeln und machen erst noch was fürs Klima. 8 Uhr Samstags scheint schlicht die Zeit zu sein an der es am wenigsten weh tut. Vor den Spielfilmen, dem Ausgang, aber nach dem Nachtessen. Niemand braucht Licht zu dieser Zeit, ausser dieser Niemand ist am kacken und zeitunglesen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;6.&lt;/strong&gt; Die Aktion ist von BILD, BUND, ProSieben, WWF,Google und Greenpeace. Fährt Google die Server runter? Hört Pro7 auf Müll zu senden? BILD und BUND Dreck zu drucken? Ne? Dann ist es nur eines: Ein Marketing-Anlass, damit die Leute noch mehr von den Initianten konsumieren, was wieder unökologisch ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fazit&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Diese Aktion verdient einen Bullshit-Award, für massive Hippie Scheisse. &lt;br /&gt;Lasst uns für &amp;quot;Mutter Erde&amp;quot; trommeln und tanzen, das bringt bestimmt mehr!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unzustand out!&lt;/p&gt; 
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    <dc:publisher>Unzustand</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Der letzte Prolet)</dc:creator>
    <dc:subject>
    Fundgrube, </dc:subject>
    <dc:date>2007-12-06T10:40:21Z</dc:date>
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<item rdf:about="http://unzustand.net/archives/104-guid.html">
    <title>Arbeit ist für Gesunde</title>
    <link>http://unzustand.net/archives/104-Arbeit-ist-fuer-Gesunde.html</link>
    <description>
    &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Westgate Resorts, der grösste private Arbeitgeber in Florida, liegt die Gesundheit seiner Arbeiter sehr am Herzen. So sehr, dass dicke sowie rauchende Mitarbeiter kurzerhand rausfliegen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was Gewerkschaften in Europa dazu bringen würde, die bösen Bosse zu kreuzigen, ist in Amerika kein besonderes Ereignis und ausserdem legal. Das Gesetz gegen Diskriminierung schützt nämlich nur, was es explizit beschreibt. So kann niemand wegen des Alters, der Herkunft oder des Geschlechts entlassen werden. Von Rauchern und von Übergewichtigen steht da nichts, weshalb diese auch nicht geschützt sind.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Problem ist, dass solch eine Einstellung Schule machen könnte. Rauchen tötet, Übergewicht tötet. Warum nicht die Arbeiter zu einem gesunden Lebensstil zwingen, damit sie den Krankenversicherungen weniger kosten? Schon heute werden in Unternehmen Drogentests gemacht, auch wenn es die Arbeit nicht erfordert, nüchtern zu sein. &lt;/p&gt;&lt;div style=&quot;width: 288px;&quot; class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;img width=&quot;288&quot; height=&quot;500&quot; src=&quot;http://unzustand.net/uploads/rauchen.jpg&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Rauch bei der Arbeit bleibt erlaubt, solange er ungeniessbar ist.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Die Message, die man zwischen den Zeilen mitgeteilt bekommt, ist die: &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Arbeit raubt dir den Schlaf, den letzten Nerv, deinen gesunden Rücken und dein Lachen. Sie sorgt dafür, dass du urplötzlich oder langsam siechend verreckst.&lt;br /&gt;Nur die Arbeit hat ein Monopol darauf, dich fertig zu machen. Denk noch nicht mal daran, dir eigenmächtig etwas anzutun.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Herzliches Beileid nach Florida. Und viel Glück den paar Angestellten von Westgate Resorts, die von einem Fernsehteam beim heimlichen Rauchen erwischt wurden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;via&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.local6.com/news/14537611/detail.html&quot;&gt;http://www.local6.com/news/14537611/detail.html&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p /&gt; 
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    <dc:publisher>Unzustand</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Der letzte Prolet)</dc:creator>
    <dc:subject>
    Arbeitswahn, </dc:subject>
    <dc:date>2007-11-12T13:33:15Z</dc:date>
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<item rdf:about="http://unzustand.net/archives/103-guid.html">
    <title>Das Stubenhocker-Manifest</title>
    <link>http://unzustand.net/archives/103-Das-Stubenhocker-Manifest.html</link>
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    &lt;p&gt;Ein Gespenst geht um in Europa -  das Gespenst des nimmermüden Partygängers. Menschen aller Couleur verbünden sich zu einer homogenen Meute, mit dem gemeinsamen Ziel, die Woche, den Alltag, das Ganze und Falsche im hedonistischen Rausch zu ertränken. Das Gespenst verachtet Drückeberger und Langeweiler, Stubenhocker und Trübsalblaser. Wer Fragen stellt wird mit Verachtung bestraft. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es wird Zeit für die Ghostbuster dieser Welt, sich gegen diesen Schein der Glückseligkeit zu vereinigen!&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;WIDTH: 300px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;img height=&quot;203&quot; src=&quot;http://unzustand.net/uploads/BingeG_600x406.serendipityThumb.jpg&quot; width=&quot;300&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Fight! For your right! To paaaaaarty!&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Discos und Bars sind das Mekka eines jeden halbwegs sozialen Wesens. Genau genommen ist es das Hardcore-Mekka. Denn einmal im Leben hingehen reicht nicht. Jedes Wochenende, vor jedem Feiertag und jedes Mal wenn jemand den Gedanken äussert, muss die Reise unternommen werden. Hinein ins Vergnügen, auf zur Lust, zur Freiheit oder besser: zum Einheitsbrei. Egal ob Grossstadt oder 1000-Seelen Kaff. Jeder muss weg, muss raus, muss irgendwohin. Ein Dogma, dem kein gesunder Mensch widersprechen sollte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man könnte meinen, &amp;quot;Jedem das Seine&amp;quot; würde das Thema abhacken. Doch jeder, der es schon einmal gewagt hat, vor anderen auf sein Recht auf Party zu verzichten, weiss was passiert:&lt;br /&gt;Von ungläubigem Glotzen zu hasserfülltem Keifen zu mitleidigem Kopfschütteln fläzt es einem die ganze Palette menschlicher Abscheu entgegen. &amp;quot;Du Langeweiler!&amp;quot;, &amp;quot;Komm doch auch es wird super toll&amp;quot;, &amp;quot;Pfft, na dann bleib doch zuhause, du Loser&amp;quot; - Es gäbe hundert Beispiele.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es kommt einem Christusmord gleich, das Nachtleben als das zu Brandmarken was es in 99% der Fälle ist: Ödes Saufen bei viel zu lauter Musik mit Gestalten die rumhängen, weil sie eben immer rumhängen. Allzu Oft bleibt es bei langweiligen Gesprächen mit langweiligen Menschen. Wer hat schon was zu erzählen, nach einer Woche Arbeit? &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man lacht in Ekstase mit Menschen, die man bei Tageslicht noch nicht mal um Feuer bitten würde. Es kommt zu Schlägereien und Randale - was zwar wirklich lustig sein kann - doch nie bleibt ein wirkliches Gefühl der Befriedigung. Es kann alles passieren. One-Night Stand, grosse Liebe, leuchtende Momente - doch letztlich bleibt nichts. Erinnerungen an die besten Abende gibt es nicht. &lt;em&gt;Wenn ich weiss wo ich bin war die Party scheisse&lt;/em&gt; rappt K.I.Z passend.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es braucht keine sensible Seele, um zu verstehen, wieso alle den Rausch suchen. Zu finden gibt es trotzdem nichts. Flatrate-Partys sind nur die schwache Spitze eines einerlei gedimmten, reizlosen und langweiligen Lebens im grauen Kapitalismus. Keine Droge, kein Rausch der Welt kann das ändern. Es bleibt nur die Illusion.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die wirkliche Tragik des Zwangs rauszugehen, zu erleben, zu konsumieren ist die: Dadurch dass jedeR jedes Wochenende rausgeht, verliert das Erlebnis auf Piste an Wert. Es sind die Leute die jeden Samstag weggehen, die man gemeinhin antrifft, anstelle derer die einfach Lust hatten rauszugehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In diesem Sinne: Mögen die saufenden Rampensäue vor den langweiligen Stubenhockern zittern. Die Langeweiler haben nichts zu verlieren als das soziale Ansehen. Sie haben eine Welt voller intelligenter Abende mit wortgewandten Menschen zu gewinnen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;P.S.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Allen Trends zum Trotz gibt es einen Event, der mit erstaunlicher Kontinuität eine gehaltvolle Alternative zu öden Discobesuchen darstellt: Der &amp;quot;Jour Fixe&amp;quot; der Gruppe Eiszeit, jeden ersten Freitag im Monat in Zürich. Näheres dazu auf &lt;a href=&quot;http://www.eiszeit.tk/&quot;&gt;eiszeit.tk&lt;/a&gt; - Die Kritik in diesem Text wendet sich explizit NICHT an diesen wundervollen Anlass.&lt;/p&gt; 
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    <dc:publisher>Unzustand</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Der letzte Prolet)</dc:creator>
    <dc:subject>
    Politisches, </dc:subject>
    <dc:date>2007-10-08T14:23:19Z</dc:date>
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<item rdf:about="http://unzustand.net/archives/102-guid.html">
    <title>Über Homosexuelle im Iran</title>
    <link>http://unzustand.net/archives/102-UEber-Homosexuelle-im-Iran.html</link>
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    &lt;p&gt;Ahmadinedschad hat an der Columbia University keine Liebe für Homosexuelle gezeigt. Im Iran, so der Präsident, gibt es keine. Einige Kommentatoren wiesen bissig darauf hin, dass alle Nicht-Heteros wohl einfach Tod sind. &lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;http://unzustand.net/uploads/07.09.24.Outed-X.gif&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;http://unzustand.net/uploads/07.09.24.Outed-X.gif&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;http://unzustand.net/uploads/07.09.24.Outed-X.gif&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;http://unzustand.net/uploads/07.09.24.Outed-X.gif&quot;&gt;&lt;img style=&quot;BORDER-RIGHT: 0px; PADDING-RIGHT: 5px; BORDER-TOP: 0px; PADDING-LEFT: 5px; BORDER-LEFT: 0px; BORDER-BOTTOM: 0px&quot; height=&quot;226&quot; src=&quot;http://unzustand.net/uploads/07.09.24.Outed-X.serendipityThumb.gif&quot; width=&quot;300&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;http://unzustand.net/uploads/07.09.24.Outed-X.gif&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;http://unzustand.net/uploads/07.09.24.Outed-X.gif&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href=&quot;http://www.homanla.org/New/07.09.24.Outed-X.gif&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;http://www.homanla.org/New/07.09.24.Outed-X.gif&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p&gt;Auch wenn das den konservativen Iranern nur recht wäre, entspricht es schlicht nicht der Wahrheit. Es gibt ein Queer-Movement im Iran, dass unter grösster Gefahr für ihre Menschenrechte einsteht. Eine Dokumentation des amerikanischen Senders CBC porträtiert diese Bewegung. (Links am Ende des Beitrags)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Doku dauert insgesamt etwa 20 Minuten. Es treten Schwule vor die Kamera, die vergewaltigt, ausgepeitscht und misshandelt wurden. Es wird gezeigt, wie sich Schwule treffen und es kommen äusserst interessante Fakten zutage. So fördert der Iran doch tatsächlich Geschlechtsumwandlungen von Homosexuellen, welche die teure Operation über sich ergehen lassen, nur um legal zu lieben wen sie wollen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Menschen in der Doku werden unzensiert gezeigt, obwohl Sie dafür erschossen, gefoltert oder ausgepeitscht werden können. Wie der Sender am Ende Doku aber verspricht, geschah dies auf ausdrücklichen Wunsch der beteiligten Personen, die nicht länger schweigen wollen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hut ab vor diesen Menschen. Ich kann mir nicht vorstellen, diese Menge von Mut aufzubringen. &lt;/p&gt;&lt;p /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Links zu zwei iranischen Queer Bewegungen:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.irqo.net/&quot;&gt;http://www.irqo.net/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.homanla.org/&quot;&gt;http://www.homanla.org/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Doku:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;(Bei einigen Interviews ist die Qualität der Untertitel sehr schlecht. Der Kommentator erläutert aber immer die Aussagen)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/FAzMuHyg8Eg&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;350&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; wmode=&quot;transparent&quot; /&gt;&lt;/embed /&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/0QMcfSuJkMo&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;350&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; wmode=&quot;transparent&quot; /&gt;&lt;/embed /&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/zUZiMCsNNcQ&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;350&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; wmode=&quot;transparent&quot; /&gt;&lt;/embed /&gt;&lt;/p&gt; 
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    <dc:publisher>Unzustand</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Der letzte Prolet)</dc:creator>
    <dc:subject>
    Politisches, </dc:subject>
    <dc:date>2007-09-26T07:47:02Z</dc:date>
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<item rdf:about="http://unzustand.net/archives/101-guid.html">
    <title>Wenn Geschlechterforscher denken</title>
    <link>http://unzustand.net/archives/101-Wenn-Geschlechterforscher-denken.html</link>
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    &lt;p&gt;In den letzten paar Monaten gab es viele Studien zu den &amp;quot;biologischen&amp;quot; Unterschieden zwischen Mann und Frau. Da behaupteten Forscher allen ernstes, Männer hätten schon in ihrer DNA eine Präferenz für die Farbe Blau. Oder Frauen seien von Natur aus mitfühlender. Begründet wird das ständig mit unseren Vorfahren, die angeblich in der afrikanischen Savanne von der Natur so &amp;quot;geformt&amp;quot; wurden. Dass die Evolution ziemlich läppisch dastehen würde, wenn unsere Gene nach hundertausend Jahren immer noch vom Überlebenskampf im Busch geprägt wären, scheint niemandem aufzufallen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img style=&quot;BORDER-RIGHT: 0px; PADDING-RIGHT: 5px; BORDER-TOP: 0px; PADDING-LEFT: 5px; BORDER-LEFT: 0px; BORDER-BOTTOM: 0px&quot; height=&quot;205&quot; src=&quot;http://www.unzustand.net/uploads/-Pink20Man20Blue20Woman.serendipityThumb.jpg&quot; width=&quot;300&quot; /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine Forschergruppe aus Toronto hat jetzt endlich geschafft, die Savanne zu vergessen und etwas weiterzudenken. Die Gruppe untersuchte das Sichtfeld von Mann und Frau. Bei einem konkreten Test sollten die Geschlechter, nach einem kurzen Blick auf eine Menge von identischen Gegenständen, den Gegenstand bennen, der anders war. Dabei waren die Männer erfolgreicher als die Frauen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;An dieser Stelle hätte der normale Bullshitwissenschaftler aufgegeben und erklärt dass dies an der Jägertätigkeit der Steinzeitmänner liegt. Danach hätte er bewiesen dass Frauen deswegen shoppen gehen, weil sie schon immer für die Küche und somit fürs Sammeln von Früchten verantwortlich waren.. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;In Toronto kam den intelligenten Leuten in den Sinn, eine Kontrollgruppe zehn Stunden einen Egoshooter zocken zu lassen, um sie danach nochmal zu testen. Und siehe da! Plötzlich waren Männer und Frauen GLEICH GUT. Und nicht nur das.. diese Kontrollgruppe war es auch nach fünf Monaten noch.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das beweist dass gerade das Sichtfeld, welches ja schon für allerhand biologische Unterschiede hinhalten musste, von dem was wir tun bestimmt wird. Es lässt sich trainieren und es ist unabhängig vom Geschlecht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nicht dass dies eine grossartige Neuigkeit darstellt, wenn man etwas Ahnung von Sexismus hat. Trotzdem tut es gut zu wissen, dass es noch WissenschaftlerInnen gibt, die diese Bezeichnung verdienen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wieso die meisten anderen WissenschaftlerInnen auf dem Gebiet nämlich ständig Quatsch erzählen, bleibt der denkenden Welt ein Rätsel. Ob es an den Genen liegt?&lt;/p&gt;&lt;p /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bullshit:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.livescience.com/health/060118_empathy_revenge.html&quot;&gt;Men Enjoy Physical Revenge&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.guardian.co.uk/science/2007/aug/21/sciencenews.fashion&quot;&gt;Pink for a girl, blue for a boy&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kein Bullshit:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.economist.com/science/displaystory.cfm?story_id=9762790&quot;&gt;Nurture Strikes Back - Die Studie aus Toronto&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p /&gt; 
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    <dc:creator>nospam@example.com (Der letzte Prolet)</dc:creator>
    <dc:subject>
    Fundgrube, </dc:subject>
    <dc:date>2007-09-13T11:04:30Z</dc:date>
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<item rdf:about="http://unzustand.net/archives/100-guid.html">
    <title>Klimaerwärumg für alle!</title>
    <link>http://unzustand.net/archives/100-Klimaerwaerumg-fuer-alle!.html</link>
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    &lt;p&gt;Im August 2003 starben europaweit über 35&#039;000 Menschen an den erhöhten Temperaturen. Nach diesem Sommer war sich, dank einer intensiven Berichterstattung seitens der Medien, jeder bewusst dass es wärmer wird. Die Diskussion gehört inzwischen zum Alltag, deshalb tun Politiker alles, der ganzen Scheisse kühlend entgegenzutreten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie sich herausstellt, dürften die Hitzetoten nur eine Seite der Medallie sein. Bjørn Lomborg, dänischer Politologe und Statistiker, zeigt in seinem neuen Buch &amp;quot;Cool It&amp;quot; auf, dass es zumindest den Menschen in Europa besser geht, seit es mit der Temperatur bergauf geht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;http://unzustand.net/uploads/coolit.jpg&quot;&gt;&lt;img style=&quot;BORDER-RIGHT: 0px; PADDING-RIGHT: 5px; BORDER-TOP: 0px; PADDING-LEFT: 5px; BORDER-LEFT: 0px; BORDER-BOTTOM: 0px&quot; height=&quot;300&quot; src=&quot;http://unzustand.net/uploads/coolit.serendipityThumb.jpg&quot; width=&quot;195&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;h5&gt;Warum die Wärme Leben rettet&lt;/h5&gt;&lt;p&gt;Allein in England fallen laut BBC pro Winter um die 25&#039;000 Menschen der Kälte zum Opfer. Das hat damit zu tun, dass sich ärmere Menschen die Heizung gar nicht leisten können und ihre Körper deswegen höherem Stress ausgesetzt sind. Das führt letztlich zu Herz &amp;amp; Kreislaufproblemen - ganz ähnlich wie bei hoher Hitze. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun sind das wohlgemerkt die Zahlen aus England. Das macht 25&#039;000 Tote aus einem Land gegen 35&#039;000 Tote aus ganz Europa. Lomborg geht nun davon aus, dass selbst wenn der menschliche Körper sich an die zunehmende Hitze nicht gewöhnt, es statistisch gesehen weniger Tote gibt, wenn es wärmer wird. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Natürlich kommen noch ganz andere Faktoren dazu, wie der ansteigende Meeresspiegel und Wetterveränderungen, doch die Kritik die Lomborg formuliert bleibt die gleiche: Der offensichtlich grosse Tatendrang in der Politik, jetzt &amp;quot;mal was&amp;quot; gegen die Klimaveränderung zu tun, basiert auf allem möglichen, nur nicht auf wissenschaftlichen Fakten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ob er Recht hat muss sich noch herausstellen. Aber item - ich hab mir gleich mal sein Buch bestellt, falls es mich erleuchtet, schreibe ich mehr darüber.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Von &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://discovermagazine.com/2007/sep/global-warming-the-great-lifesaver&quot;&gt;http://discovermagazine.com/2007/sep/global-warming-the-great-lifesaver&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Bj%C3%B8rn_Lomborg&quot;&gt;Wikpedia über Bjørn Lomborg&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
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    <dc:creator>nospam@example.com (Der letzte Prolet)</dc:creator>
    <dc:subject>
    Politisches, </dc:subject>
    <dc:date>2007-09-04T09:13:33Z</dc:date>
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<item rdf:about="http://unzustand.net/archives/99-guid.html">
    <title>Don't fuck.. with Buzz Aldrin</title>
    <link>http://unzustand.net/archives/99-Dont-fuck..-with-Buzz-Aldrin.html</link>
    <description>
    &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Regel Nummer 1 - Handbuch der Mondlandungszweifler:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Beschuldige nie Buzz Alrdin - der &lt;strike&gt;angeblich&lt;/strike&gt; zweite Mann auf dem Mond - nicht dort gewesen zu sein. Es rächt sich...&lt;/p&gt;&lt;embed width=&quot;400&quot; height=&quot;345&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; pluginspage=&quot;http://www.macromedia.com/go/getflashplayer&quot; wmode=&quot;transparent&quot; src=&quot;http://www.metacafe.com/fplayer/123520/buzz_aldrin_sucker_punch.swf&quot; /&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Ist das nicht viel besser, als über das leidige Thema mit Hilfe der Wissenschaft zu debattieren?&lt;/p&gt; 
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    <dc:publisher>Unzustand</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Der letzte Prolet)</dc:creator>
    <dc:subject>
    Fundgrube, </dc:subject>
    <dc:date>2007-08-31T08:13:29Z</dc:date>
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<item rdf:about="http://unzustand.net/archives/98-guid.html">
    <title>USA: Aufruf zum Generalstreik</title>
    <link>http://unzustand.net/archives/98-USA-Aufruf-zum-Generalstreik.html</link>
    <description>
    &lt;p&gt;Jap, richtig gelesen: Generalstreik. Auf einer Website steht der Aufruf am 11. September 2007 zu streiken, einen Tag lang nichts zu kaufen und nicht zur Schule zu gehen. Der Aufruf, so der Plan, soll sich von der Website viral verbreiten und damit die Leute auf die Strasse locken. Sinn des Streiks? &amp;quot;Alles&amp;quot; soll besser werden.&lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;center&quot;&gt;&lt;img style=&quot;BORDER-RIGHT: 0px; PADDING-RIGHT: 5px; BORDER-TOP: 0px; PADDING-LEFT: 5px; BORDER-LEFT: 0px; BORDER-BOTTOM: 0px&quot; height=&quot;215&quot; src=&quot;http://unzustand.net/uploads/strike.gif&quot; width=&quot;206&quot; /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ein Generalstreik der üblichen Verdächtigen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie sich herausstellt, ist der Generalstreik kein Streik im klassischen Sinne. Es geht nicht darum, bessere Arbeitsbedingungen zu erkämpfen. Es geht nicht um Lohnerhöhungen, Stellenabbau oder Arbeitnehmerforderungen im Allgemeinen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es soll gegen den Irak-Krieg, gegen den Abbau von Bürgerrechten, gegen Lügen, Tyrannei, Faschismus, die Medien, die Regierung und für die angeblich verschleierte Wahrheit von 911 gekämpft werden. Einen Tag lang.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auch wenn im Moment nicht gesagt werden kann, welchen Erfolg dieser Aufruf haben wird, so ist doch zu vermuten, dass am Ende die üblichen Verdächtigen auf die Strasse gehen.. Studenten, Alternative und der ganze Rest. Diejenigen, die also sowieso jeden 11. September demonstrieren. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wieso die meisten Arbeiter nicht streiken werden&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Lage in den USA ist durchaus keine besonders rosige. Prekäre Arbeit, wenig Lohn, der Krieg im Iraq und das kaum noch vorhandene Vertrauen in die Regierung Bush, sowie die vielen Menschen die glauben, dass eben diese Regierung was mit dem 11. September zu tun hat, sind nur prominente Ausdrücke der wachsenden innenpolitischen Probleme.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Trotzdem werden kaum ArbeiterInnen diesem Streikaufruf folgen. Er wird von keiner Gewerkschaft und insofern von keiner spezifischen Arbeiterschaft getragen, es bestehen keine Streikkassen und keine Sicherheit den eigenen Arbeitsplatz nach dem Streiktag noch zu besitzen. Joe Sixpack, der an irgendeinem Fliessband arbeitet läuft schlicht Gefahr, am 12. September fristlos entlassen zu werden. Denn die meisten oder wenigstens viele seiner Kollegen werden arbeiten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die viel zu breit angelegte Botschaft zum Streik wird ihr übriges tun. Gegen den Krieg, die Medien, Überwachung, Unterdrückung, Tyrannei, Faschismus und Lügen? Und dann noch mit den ganzen Verschwörungsheinis aus dem College auf der Strasse stehen? Dazu noch die sinnlose Kauf-Nix Aktion? Kaum vorstellbar dass das viele ArbeiterInnen anspricht..&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Eine neue Form von Generalstreik&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wirklich interessant am Aufruf zum Generalstreik ist letztlich nur die Aufmachung, das virale Marketing und die Verwurzelung im Internet. Soweit mir bekannt, ist dies der erste Streik, der aus dem Schoss des Internets kommt. Die Website zu dem Streik ist mit allen möglichen Social Networking Diensten verknüpft, womit sie anscheinend eine einmalige Mund-zu-Mund Verbreitung erreichen will.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es scheint als ob das moderne, soziale Web langsam aus dem &amp;quot;Ich bin dein Freund, du bist mein Freund&amp;quot; Stadium herauswächst. Eine Veränderung die zu begrüssen wäre.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie dem auch sei. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Aufruf den Menschen die Möglichkeit eines Streiks wieder ins Gedächnis ruft, damit eines Tages &lt;strong&gt;richtig &lt;/strong&gt;gestreikt wird, ohne dass einfach tausend Verschwörungsfritzen auf die Strasse gehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Links&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Virales_Marketing&quot;&gt;Was ist virales Marketing?&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.strike911.org/&quot;&gt;Die (hübsche) Website mit dem Streikaufruf&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;hints id=&quot;hah_hints&quot; /&gt; 
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    <dc:publisher>Unzustand</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Der letzte Prolet)</dc:creator>
    <dc:subject>
    Politisches, </dc:subject>
    <dc:date>2007-08-13T14:38:36Z</dc:date>
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<item rdf:about="http://unzustand.net/archives/97-guid.html">
    <title>Kuschel Kamasutra</title>
    <link>http://unzustand.net/archives/97-Kuschel-Kamasutra.html</link>
    <description>
    &lt;br /&gt;
Ein Problem das viele kennen...  schläft man  gemeinsam in einem Bett, wird es unbequem. Man schläft einfach besser, wenn man alleine ist. Glücklicherweise hat sich dazu jemand Gedanken gemacht und ein Video gedreht, das ein paar sinnvolle wie lustige Tipps zu diesem Alltagsproblem  vermittelt:&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;400&quot; height=&quot;345&quot; align=&quot;middle&quot; codebase=&quot;http://fpdownload.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=7,0,0,0&quot; classid=&quot;clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000&quot;&gt;&lt;param value=&quot;http://www.videojug.com/film/player?id=8a9e1653-3371-0a1c-92ad-ff0008c99cf8&quot; name=&quot;movie&quot; /&gt;&lt;embed width=&quot;400&quot; height=&quot;345&quot; pluginspage=&quot;http://www.macromedia.com/go/getflashplayer&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; quality=&quot;high&quot; src=&quot;http://www.videojug.com/film/player?id=8a9e1653-3371-0a1c-92ad-ff0008c99cf8&quot; /&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
via &lt;a href=&quot;http://www.videojug.com/film/how-to-avoid-trapped-arm-whilst-cuddling-in-bed&quot;&gt;&lt;br /&gt;http://www.videojug.com/film/how-to-avoid-trapped-arm-whilst-cuddling-in-bed&lt;/a&gt;&lt;hints id=&quot;hah_hints&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://unzustand.net/archives/97-Kuschel-Kamasutra.html#extended&quot;&gt;&quot;Kuschel Kamasutra&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <dc:publisher>Unzustand</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Der letzte Prolet)</dc:creator>
    <dc:subject>
    Fundgrube, </dc:subject>
    <dc:date>2007-08-10T13:48:48Z</dc:date>
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<item rdf:about="http://unzustand.net/archives/96-guid.html">
    <title>Unzustand Redesign</title>
    <link>http://unzustand.net/archives/96-Unzustand-Redesign.html</link>
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    &lt;p&gt;Wie&#039;s mich heute ankackt ernsthaft zu arbeiten, realisiere ich, dass Unzustand schon ein Jahr online ist. In einer Hau-Ruck Aktion habe ich deshalb das Blogdesign in ein paar Stunden neu aufgebaut.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;font style=&quot;BACKGROUND-COLOR: #faffff&quot;&gt;Schreibt einen Kommentar, wenn es euch gefällt, es euch nicht gefällt oder ihr irgendwelche Fehler entdeckt. Das wäre sehr nett.&lt;/font&gt;&lt;/p&gt; 
    </description>

    <dc:publisher>Unzustand</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Der letzte Prolet)</dc:creator>
    <dc:subject>
    Zum Blog, </dc:subject>
    <dc:date>2007-08-09T11:49:29Z</dc:date>
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<item rdf:about="http://unzustand.net/archives/95-guid.html">
    <title>Wah?! Wie sehen die denn aus??</title>
    <link>http://unzustand.net/archives/95-Wah!-Wie-sehen-die-denn-aus.html</link>
    <description>
    &lt;p&gt;&lt;em&gt;Also so wie die Jungen heutzutage, so waren wir ja noch nicht&lt;/em&gt;. Das ist das Standardblabla, wenn es um Gangster, Jugendgewalt, Ego-Shooter, komplett durchgestylte Kinder und um Youtubevideos geht. Seit meinen sweet 16 hörte ich solche Feststellungen immer wieder. &lt;em&gt;Ach, die heutige Jugend,&lt;/em&gt; ächzt die heutige Jugend. Ein Impuls der sicher auch bei folgendem Bild des Betrachters Hirn in Wallung bringen wird:&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;WIDTH: 300px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;http://unzustand.net/uploads/teens.jpg&quot;&gt;&lt;img height=&quot;246&quot; src=&quot;http://unzustand.net/uploads/teens.serendipityThumb.jpg&quot; width=&quot;300&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Vlnr: Sarah-Jane Odell (12), Bethany Conheeny (9), Belle Chapman (11) und Karolina Jackson (10)&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Die Kinder auf dem Bild sind Ausdruck einer neuen Generation, die sexy Outfits nicht erst mit 14, sondern einen ganzen Tick früher entdeckt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dailymail.co.uk/pages/live/femail/article.html?in_article_id=473376&amp;in_page_id=1879&quot;&gt;Im Bericht zu dem Bild&lt;/a&gt; wird berichtet, dass immer mehr Kinder in England und Amerika einem Hype aufspringen, dessen Anzeichen wir alle schon zu erkennen glaubten: Damals, als wir klein waren, da waren wir doch noch viel unschuldiger, als die Kinder heute. Damals durften wir auch noch keine Handys haben und Pornos gab es vielleicht mal von einem älteren Bruder eines Kollegen und das war dann auch noch Softcore.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Geehrte Generationsgenossen, ich denke das nicht!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich habe nie geglaubt, dass die Jugend über die Jahre verroht. Sie passt sich nur den Umständen an. Und das auch nur effektiver als all die alten Elefanten um sie herum. Schliesslich gibt und gab es das Gejammer über die verlorene Generation zu jeder Zeit, zu jeder Epoche. Schon Plato beschwerte sich darüber. Meine Generation bevorzugte Videogames gegenüber der Natur und mit zwölf sahen wir in meiner Schule alle aus wie Kurt Cobain, obwohl den gar niemand kannte (Der Grunge-Style war halt irgendwie in). Auch meine Generation war also &amp;quot;roher&amp;quot; als die vorherige.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sind es die Eltern?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man könnte die Eltern beschuldigen. Aber dann müssten deren Eltern und Grosseltern auch Mitschuld haben und so weiter. Schliesslich ist jeder in gewisser Weise Opfer seiner Erziehung. Die Schuld bei den Eltern ist schlicht müssig. Denn jeder hatte Eltern die Fehler machten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wieso sind die so drauf?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Werfen wir einen Blick auf die Situation der Kinder: Wie erlebt ein Kind im Kapitalismus denn so sein Leben? Es kommt auf die Welt, hängt ein paar Jahre auf Tagesstätten herum, kommt in den Kindergarten, Primarschule und BANG schon darf es sich mit der Frage herumquälen, was es denn bis zur Rente zu tun gedenkt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Kinder die auf dem Weg nicht effektiv sind, enden als generell angepisste Blogger, wie meiner einer, nehmen Drogen oder finden einen besseren Weg die ganze Scheisse möglichst angenehm zu durchschiffen. Es gilt sich auf den Arbeitsmarkt, auf die Erwachsenenwelt einzustellen. Wer verpennt, wird zurückgelassen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;War etwas anderes zu erwarten?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn jetzt also das grosse &lt;em&gt;Oh mein Gott&lt;/em&gt; beim ansehen dieser &lt;em&gt;Kindermodels&lt;/em&gt; über die Mäuler rutscht, dann möchte ich einfach daran erinnern, dass die &lt;em&gt;verrohte Jugend&lt;/em&gt; genau das macht, was von ihr verlangt wird. Sie sollen sich anpassen, die Ellenbogen benutzen und sich ein persönliches Image zulegen. Denn ohne diese Eigenschaften gibt es keinen gutbezahlten Job. Und ohne gutbezahlten Job? Naja.. da bleibt nur das: Krüppeln, Depressionen und Alkohol vor der Glotze. Genau wie die Eltern. Und so ganz und gar nicht wie Paris Hilton.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hätten die Kindern Alternativen zum gemeinen Proletenleben, dann würden wir ja sehen, von welchem Leben sie zu träumen begännen... wobei die gefühlte Verrohung bei einer einer derart lebenslustigen Jugend wohl noch grösser wäre.&lt;/p&gt; 
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    <dc:publisher>Unzustand</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Der letzte Prolet)</dc:creator>
    <dc:subject>
    Arbeitswahn, </dc:subject>
    <dc:date>2007-08-07T09:11:59Z</dc:date>
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