Möglichkeiten der Utopie heute
Gespräch mit
über die Möglichkeiten der Utopie heute.
Das Ganze gibt es als MP3 auf dieser Seite
Es geht darum, was Utopie heute ist, was sie bietet und was sie beinhaltet. Sehr interessant und alleine wegen der gewählten Sprache der Beiden mehr als höhrenswert.
Besonders gefallen hat mir folgende Aussage von Adorno:
Mir will es so vorkommen, als ob das was subjektiv dem Bewusstsein nach den Menschen abhanden gekommen ist, die Fähigkeit ist, [..] das Ganze sich vorzustellen als etwas was völlig anders sein könnte. Dass die Menschen vereidigt sind auf die Welt, wie sie ist.
Meine These dazu würde lauten:
Das im Innersten alle Menschen, ob sie sichs zugestehen oder nicht, wissen, es wäre möglich. Es könnte anders sein. Sie könnten nicht nur ohne Hunger und wahrscheinlich ohne Angst leben, sondern auch als Freie leben.
Gleichzeitig hat ihnen gegenüber, und zwar auf der ganzen Erde, die gesellschaftliche Apparatur sich so verhärtet, dass das was als greifbare Möglichkeit, als die offenbare Möglichkeit der Erfüllung ihnen vor Augen steht, ihnen sich als radikal unmöglich präsentiert.
Und wenn nun heute die Menschen universal das sagen, was in harmloseren Zeiten wohl nur ausgepichten Spiessbürgern vorbehalten war, "ach das sind ja Utopien", "ach das ist ja nur im Schlaraffenland möglich", "im Grunde soll das überhaupt gar nicht sein", dann würde ich sagen, das kommt davon, dass die Menschen den Widerspruch, zwischen der offenbaren Möglichkeit der Erfüllung und der ebenso offenbaren Unmöglichkeit der Erfüllung, nur auf die Weise zu bemeistern vermögen, dass sie sich mit dieser Unmöglichkeit identifizieren und diese Unmöglichkeit zu ihrer eigenen Sache machen. Dass sie also mit Freud zu reden, sich mit dem Angreifer identifizieren, und dass sie sagen, dass das nicht sein soll, von dem sie fühlen dass es gerade ja sein sollte, aber dass es durch eine "Verhexung" der Welt ihnen vorenthalten wird.
Wunderschön.
via http://kf.x-berg.de/forum/thread.php?threadid=2612
Patriot.ch mag mich nicht
Geschafft! Unzustand bekommt Hass von Patriot.ch:
http://www.forum.patriot.ch/phpBB2/viewtopic.php?t=7155
Das ist nett. Wir "Links-Extremen" mögen das. Wenn wir nicht gerade Steine schmeissen oder uns über Multi-Kulti freuen, vergleichen wir die Google-Rankings unserer Blogs. Bei mir wächsts gerade ![]()
An die schweizer Wähler
Heute wird kommentiert. Es wird analysiert. Ein Ausblick gewagt. Enttäuschung oder Freude ausgedrückt. Ich will nichts dieser Dinge. Dass die Schweiz nun das wohl härteste Asylgesetz von Europa hat, welches Menschen ohne Pass nicht mehr als Menschen anerkennt, bringt mich zu etwas anderem.
In einer Nacht- und Nebel-Aktion ist es mir vergangene Nacht gelungen zentrale Server der Schweizer Bundesregierung zu hacken. Erfolgreich gelang es mir, Wahllisten mit Namen und zugehöriger Wahl zu kopieren. Mir ist nun bekannt, welche Person gestern was gewählt hat.
An alle die 2x Ja gestimmt haben:
Ich werde euch finden, euch entführen, eure Pässe verbrennen, mit Elektroschocks und Drogen eure Erinnerung auslöschen, euch in irgendeiner Wüste aussetzen, wo ihr dann zu Fuss zum Meer, übers Meer mit Schlepperbanden nach Europa und unauffällig durch Europa zur Schweiz reisen könnt, nur um dort wieder zurück in die Wüste gebracht zu werden. Willkommen im Kreis des Lebes. Willkommen in eurer Welt. Willkommen in der Realität. Ihr reichen Scheisser.
Die Verhältnisse zum Tanzen bringen
Ein Journalist bei Spiegel scheint was auf dem Kasten zu haben. Ohne reisserisch zu wirken, schreibt Gabor S. (wir Arbeiter sind doch per Du?) über das neue Proletariat, den White Trash, die Unterschichten. Das kriegt er sogar ziemlich einfühlsam hin. So weit ich das beurteilen kann.
Es ist nicht die materielle Armut, die ihn von anderen unterscheidet.Auffällig
hingegen sind die Symptome der geistigen Verwahrlosung. Der neue Prolet
schaut den halben Tag fern, weshalb die TV-Macher bereits von
"Unterschichtenfernsehen" sprechen. Er isst viel und fettig, er raucht
und trinkt gern. Rund acht Prozent der Deutschen konsumieren 40 Prozent
allen im Land verkauften Alkohols.[...]
Was nützen bürgerliche Freiheiten aller Art, wenn das Recht auf eine eigenständige Lebensführung nicht mehr dazugehört?
Damit kratzt Gabor die Oberfläche des langweiligen, grauen Trotts an, in dem sich die Arbeiter der heutigen Industriestaaten zwangsweise aufhalten. Wenn er dann Zerfallsprozesse als Folge der Deindustrialisierung als Beginn des neuen Proletariats sieht, hat er sicher nicht unrecht. Aber er scheint den Daumen noch nicht recht auf die Wunde draufhalten zu können. Aber wer kann das schon. Bis dahin fragt er (nett formuliert) zurecht:
Ob [...] wieder Nationen gegeneinander antreten, weil die aufgestaute
Wut sich ein Ventil sucht, oder die Unterschichten in ihren jeweiligen
Ländern die Verhältnisse zum Tanzen bringen?
Nun. Wir wollen auf letzteres hoffen.
Den ganzen Bericht gibt es hier:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,436351,00.html
Arbeiten ist tödlich!
Raucher oder Nichtraucher. Wir kennen sie: Die Warnhinweise. "Rauchen ist tödlich", "Rauchen tötet ihre Mitmenschen" oder so ähnlich. Auf allen Tabakprodukten ist eine solche (oder ähnliche) Warnung zu finden. Der Grund leuchtet ein. Rauchen ist schlecht für die Gesundheit und schädigt nach gängiger politischer Auffassung den Volkskörper Staatshaushalt. Also will man die Bürger vor sich selbst beschützen, nebst Steuern und anderem also genau mit diesen Warnhinweisen.
Nun. Das ist sicherlich nett gemeint und alles. Aber ich halte das für wenig Konsequent. Es wird gewarnt vor Alkohol (also Drogen), Rasern, herannahenden Zügen, dunklen Tiefgaragen, Ausländer im Allgemeinen, Islamisten im Besonderen, Heuschrecken so gross wie Menschen, Kommunisten, Nazis, Viren, No-Go Areas UND SO WEITER.
Doch vor der Todesfalle Nummer 1, der grössten Plage irdischen Lebens, dem Laster aller Humanoiden, dem Ende jeder Liebe und dem Anfang jedes Dahinscheidens warnen wir nicht. Wir warnen nicht vor der Arbeit!
Das ist noch nichtmal witzig, auch wenn sich das vielleicht so liest. Und auch wenn ich keine Statistik kenne, mit der ich meine Aussagen untermauern kann, so bin ich mir doch sicher, dass nichts die Gesundheit so sehr schädigt wie Arbeit. Es erzählt mir keiner, dass es Gesund ist, 40 Stunden die Woche im Büro, an der Kasse, in der Frittenbude, auf dem Bau, im Verkehr oder Lager zu verbringen. Diese Kacke zerstört uns seelisch wie körperlich und sollte schleunigst aufgehoben werden, so dass wir endlich tun können, was uns Freude bereitet und in dem wir wirklich aufgehen. Freie Tätigkeit, anstelle dieses dummen Geld-Nach-Hause-Bringen-Auch-Wenns-Kein-Spass-Macht Ding, das wir Arbeit nennen.
Um die Menschen wiedermal vor sich selbst zu schützen fordere ich: Auf jeden Arbeitsvertrag gehört ein Warnhinweis, ähnlich wie auf Zigarettenpackungen. Damit das effizient geschieht hab ich bereits die bestehenden Zigaretten-Warnhinweise genommen und das Wort "Rauchen" durch "Arbeiten" ersetzt. Und siehe da! Dabei wird keine der Aussagen falsifiziert:
Zwei A4-Seiten voller "Arbeitshinweise" zum Ausdrucken gibt es hier exklusiv als PDF: arbeitshinweise.pdf
(Die Etiketten haben genau die Grösse der Hinweise auf den Zigarettenschachteln. Also ausdrucken, ausschneiden, spass haben!)
Massive Horn
Lasst das einfach mal auf euch wirken:

Ich seh mich auf einem Berg. Vor mir eine schlafende Stadt. Es ist 5 Uhr morgens, Sonntags. Ich lege einen Schalter um, kehre dem Horn den Rücken zu und gehe langsam dem Sonnenaufgang entgegen. Ein toller Tag bricht an.




